Frachtschiffreise suchen

HSR-3-08
Transatlantik - gereist im November 2018

Mein generelles Fazit: Es war großartig, hat mir Riesenspass gemacht - und war so, wie ich es mir erhofft hatte. Einziges Manko war das Wetter, aber da war zu dieser Zeit ja mit zu rechnen. Es hat ordentlich geschwankt, aber die Seekrankheit hat mich null erwischt. Würde ich so eine Reise wieder machen: JA! Würde ich die Reise wieder über Sie buchen: JA!

Im Einzelnen:

1. Unterbringung

Hervorragend. Ich hatte eine große Kabine "über Eck", dass heisst mit Fenstern zur Seite und somit freier Sicht. Ich empfand die Kabine als überaus gemütlich und sehr geräumig. Dazu kam ja noch ein "Aufenthaltsraum" für die Passagiere, den ich als einziger Passagier auf dieser Reise für mich alleine nutzen konnte. Alles war blitzsauber und der sehr nette philippinische Steward hat mich - ohne dass ich etwas gesagt hätte - mit Wasserflaschen versorgt und dafür gesorgt, dass es immer heisses Wasser für Tee oder Kaffee gab. Ein sehr angenehmer und immer gut gelaunter Mensch. Darüber hinaus konnte ich den Fitness-Raum benutzen, was ebenfalls sehr angenehm war.

2. Verpflegung

Französischer Koch. Was will man mehr... Ich wüsste jetzt nicht, wie man das toppen könnte. Das Essen war ausgezeichnet und sehr ausgewogen. Jeden Morgen frisch gebackenes Baguette und abends eine nicht zu verachtende Käseplatte. Einfach toll! Gewöhnungsbedürftig in den ersten beiden Tagen war, alleine am Passagiertisch zu sitzen (war eben der einzige Passagier). Aber danach war es ok. Ich verstehe völlig, dass die Besatzung bei den Mahlzeiten für sich sein will; ist ja ihre Freizeit. Hat mich auch nicht wirklich gestört.

3. Besatzung

Den Steward hatte ich schon erwähnt. Sehr bemüht, immer gut gelaunt, hat Spaß gemacht. Dadurch, dass die Offiziere alle Franzosen waren, war es ein bisschen schwierig, ohne Französischkenntnisse so richtig in Kontakt zu kommen. Der Kapitän (ein sehr ruhiger, netter Mensch) hat mich 3 mal zum Aperitiv in den Offiziers-Aufenthaltsraum eingeladen, was ich sehr nett fand. Allerdings sprechen dann halt alle untereinander Französisch - und dann ist man irgendwann aussen vor, wenn man's nicht spricht. War trotzdem nett - und die Raclette-Party, die spontan stattfand, war superklasse :-). Und natürlich die Führung durch den gigantischen Maschinenraum...

Auf der Brücke waren alle "auskunftsfreudig". Sowohl die französischen als auch die philippinischen Seeleute, die jeweils dort Dienst hatten. Wobei die philippinischen Seeleute meist zugänglicher waren. Einige haben auch von sich aus Erklärungen gegeben; auch der Kapitän. Hat immer großen Spaß gemacht, sich auf der Brücke aufzuhalten.

In Summe auch hier alles gut.

4. Abwicklung durch Hamburg-Süd

Alles prima. Hat super funktioniert - immer sehr netter Kontakt bei Rückfragen. Bestens. Vielleicht ein Hinweis: in den jeweiligen Häfen muss man schon vieles selbst regeln (z. B. Port Agent in Charleston; schauen, wie man von den Häfen in die Stadt kommt). Das ist nicht schlimm, aber ein Hinweis darauf in den Reiseunterlagen wäre sicher hilfreich. Die Reise von den USA aus zu starten war schon sehr aufwändig. Sowohl im Vorfeld als auch vor Ort waren diverse Kontakte zur (sehr bemühten) Hafenagentin erforderlich, um die letztgültige Ankunftszeit des Schiffes und Transportmöglichkeiten zum Schiff zu erfahren. Ohne internetfähiges Handy oder Laptop wäre es sehr schwierig geworden. Alle Unterlagen, die ich schon über Sie eingereicht hatte, wurden an Bord noch einmal verlangt (z. B. die ganzen Disclaimer, Medical Certificate, etc.). Ich hatte zum Glück Kopien dabei.

Aber - alles in allem - super! Und bestimmt nicht meine letzte Frachtschiffreise.

Beste Grüße - und ich empfehle Sie gerne weiter!


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Persönlicher Reisebericht unserer Kollegin

Unsere Kollegin Lina Wörner war im vergangenen Winter drei Tage an Bord der MSC Carouge und erzählt in unserer Kategorie "Wir berichten..." von ihren Erlebnissen.

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